Rentenrecht

Dieter Bonn

Ihr Ansprechpartner im Bereich Rentenrecht:
Dieter Bonn
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Sozialrecht
Kanzlei Köln: 0221 - 88 19 20
Kanzlei Kerpen: 02237 - 63 992-0
E-Mail:bonn@graf-bonn.de

Der Fachbereich Rentenrecht umfasst die Bearbeitung von Mandaten aus dem Bereich des gesamten Sozialversicherungsrechts, des privaten Versicherungsrechts und des Betriebsrentenrechts.

Wir beraten und vertreten Sie bei sämtlichen Ansprüchen gegen die gesetzlichen Rentenversicherungen, Berufsgenossenschaften, Versicherungsunternehmen und Arbeitgeber.

Unsere Leistungen bestehen in der Durchsetzung und Berechnung von Renten, der Stellung von Rentenanträgen, der Führung von Widerspruchsverfahren sowie der bundesweiten gerichtlichen Vertretung vor den Sozial-, Arbeits- und Zivilgerichten.

Dabei erstreckt sich unsere Tätigkeit vorrangig auf folgende Angelegenheiten:

  • Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung
  • Rente wegen Berufsunfähigkeit
  • Regelaltersrente
  • Altersrente für langjährig Versicherte
  • Altersrente für schwerbehinderte Menschen
  • Altersrente für Versicherte, die berufsunfähig oder erwerbsunfähig sind
  • Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit
  • Rente wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) nach einem
  • Berufsunfall
  • Rente wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) aufgrund einer    Berufskrankheit
  • Rentenanspruch aufgrund eines Unfalls gegen die private
  • Unfallversicherung
  • Anspruch auf Betriebsrente
  • Erziehungsrente
  • Durchführung von Kontenklärungen
  • Geltendmachung von rentenrechtlichen Zeiten
  • Berechnung und Beratung für Rentennach- und Rentenrückzahlungen
  • Öffentlich-rechtliche Versorgungsangelegenheiten
  • Berufsständige Versorgungsangelegenheiten
  • Vorruhestandsregelungen und Sozialpläne
  • Reha-Maßnahmen
  • Auslandsrentenrecht

Auch nach rechtskräftigem Abschluss der Angelegenheit überprüfen wir die Erfolgsaussichten und rechtlichen Möglichkeiten für die Stellung von Überprüfungs-, Verschlimmerungs- und Verlängerungsanträgen.

Sollten Sie Ihre Alters-, Krankheits- oder Unfallvorsorge gesondert absichern wollen, stehen wir Ihnen für eine entsprechende individuelle Gestaltung ebenfalls zur Verfügung.

Erwerbsminderungsrente in der gesetzlichen Rentenversicherung
Wir beraten und vertreten Sie bei der Durchsetzung Ihres Anspruchs auf Gewährung einer Erwerbsminderungsrente (Rente wegen teilweiser bzw. voller Erwerbsminderung, Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit).

Wird beim Rentenversicherungsträger die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente beantragt, so ist insbesondere oft streitig, ob der Versicherte überhaupt erwerbsgemindert ist.

Die Frage des Vorliegens einer Erwerbsminderung hängt in erster Linie von einer medizinischen Beurteilung ab. Streit entsteht hier häufig, wenn der behandelnde Arzt des Versicherten davon ausgeht, daß das Leistungsvermögen aufgehoben bzw. gemindert ist, die Begutachtung durch den Sozialmedizinischen Dienst des Rentenversicherungsträgers hingegen zu einem anderen Ergebnis führt.

Wir sind Ihnen bei der Suche nach fachkundigen medizinischen Gutachtern zur Feststellung der bestehenden Erwerbsminderung sowohl im außergerichtlichen Stadium als auch im sozialgerichtlichen Klageverfahren behilflich.

Bereits im Verwaltungsverfahren kommt es immer wieder vor, daß der Sachbearbeiter des Rentenversicherungsträgers die Leistungseinschätzung, die in dem Gutachten des Sozialmedizinischen Dienstes niedergelegt ist, im Rentenbescheid nicht richtig umsetzt.

Im sozialgerichtlichen Klageverfahren muss neben dem vom Gericht eingesetzten Sachverständigen ein vom Versicherten bestimmter Arzt gutachtlich angehört werden. Dieses – gesondert zu beantragende und kostenpflichtige – Gutachten erweist sich oftmals als „Trumpf“ in der Hand des Versicherten, dessen Einsatz unter verfahrensökonomischen und -taktischen Gesichtpunkten sorgfältig erwogen werden muß.

Mitunter geschieht es auch, daß sich der Rentenversicherungsträger an die Einschätzung des Sozialmedizinischen Dienstes „klammert“. Hierdurch bleibt dann unberücksichtigt, daß eine Erwerbsminderungsrente nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts auch in einer Vielzahl von Fallgestaltungen trotz vorhandenen Leistungsvermögens gewährt werden muß (Beispiel: verschlossener Teilzeitarbeitsmarkt, sog. "Arbeitsmarktrente")

Fehler treten auch im Bereich der (teilweisen) Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit auf.

Die Berufsunfähigkeitsrente ist bereits seit Beginn des Jahres 2001 in der gesetzlichen Rentenversicherung abgeschafft. Jedoch besteht eine gesetzliche Übergangsregelung, nach der allen vor dem 02.01.1961 geborenen Versicherten gleichwohl ein Anspruch auf Gewährung einer „Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit“ zustehen kann.

Berufsunfähig ist, wessen Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung auf weniger als sechs Stunden gesunken ist.

Während die Gewährung einer Rente wegen Erwerbsminderung allein davon abhängt, ob und inwieweit der Versicherte in der Lage ist, unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes tätig zu sein, wird bei der „Berufsunfähigkeitsrente“ das Vorliegen einer Berufsunfähigkeit anhand des zuletzt ausgeübten Berufes bzw. eines zumutbaren Verweisungsberufes bewertet.

Das Bundessozialgericht hat zur Rechtsfrage der Zumutbarkeit eines Verweisungsberufes ein recht ausgefeiltes „Mehrstufenschema“ entwickelt, in dem sich die Verweisungsmöglichkeiten wesentlich am Ausbildungsstand des Versicherten orientieren.

Bei der Frage des Verweisungsberufs unterlaufen den Rentenversicherungsträgern in der Praxis die meisten Fehler: Streitig ist hier zu einen, welcher Verweisungsberuf sozial und gesundheitlich zumutbar ist. Zum anderen wird der mögliche Verweisungsberuf vom Leistungsträger immer wieder falsch bzw. gar nicht benannt.

Zusammenfassend ist festzuhalten:  Hat Ihr behandelnder Arzt die Beantragung einer Erwerbsminderungsrente befürwortet, und lehnt der Rentenversicherungsträger gleichwohl die Rentengewährung ab, so sollte stets ein rechtliches Vorgehen erwogen werden.

Nicht nur, wenn man bereits einen ablehnenden Bescheid des Rentenversicherungsträgers erhalten hat, sollte man einen Rechtsanwalt aufsuchen. Anwaltliche Beratung ist gerade auch oftmals bereits im Vorfeld der Antragstellung anzuraten: Die Gewährung sozialrechtlicher Leistungen setzt voraus, daß sämtliche versicherungsrechtlichen Voraussetzungen bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung erfüllt sind. Gerade im Bereich der Erwerbsminderungsrente kann die verfrühte Antragstellung fatale Folgen haben, nämlich die Nichtgewährung der Rente trotz Vorliegens der medizinischen Voraussetzungen der Erwerbsminderung!

nach oben